Bava Metzia 202

Kapitel 202

א בבית שומעין לו בשדה אין שומעין לו
1 Bei einem Hause höre man auf ihn, bei einem Felde höre man auf ihn nicht. —
ב בשדה מ"ט משום ישוב א"י איכא דאמרי משום כחשא דארעא מאי בינייהו איכא בינייהו חוצה לארץ:
2 Weshalb [nicht] bei einem Felde? — Wegen der Besiedelung des Jisraéllandes. Manche erklären: Wegen der Abmagerung des Bodens. — Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? — Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen hinsichtlich des Auslandes.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> המשכיר בית לחבירו בימות הגשמים אינו יכול להוציאו מן החג ועד הפסח בימות החמה שלשים יום ובכרכים אחד ימות החמה ואחד ימות הגשמים שנים עשר חדש ובחנויות אחד עיירות ואחד כרכים שנים עשר חדש רשב"ג אומר חנות של נחתומים ושל צבעים שלש שנים:
3 <b>W</b><small>ENN JEMAND SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN IN DER</small> R<small>EGENZEIT EIN</small> H<small>AUS VERMIETET HAT, SO KANN ER IHN VOM</small> [H<small>ÜTTEN</small>]<small>FESTE BIS ZUM</small> P<small>ESAḤFESTE</small> <small>NICHT HINAUSSETZEN; IM</small> S<small>OMMER NACH DREISSIG</small> T<small>AGEN</small>. I<small>N</small> G<small>ROSSTÄDTEN</small> <small>SOWOHL IM</small> S<small>OMMER ALS AUCH IN DER</small> R<small>EGENZEIT ERST NACH ZWÖLF</small> M<small>ONATEN</small>. B<small>EI</small> K<small>AUFLÄDEN SOWOHL IN KLEINEN</small> S<small>TÄDTEN ALS AUCH IN</small> G<small>ROSSTÄDTEN ERST NACH ZWÖLF</small> M<small>ONATEN</small>. R. Š<small>IMO͑N B</small>. G<small>AMLIÉL SAGT, BEI</small> B<small>ÄCKERLÄDEN UND</small> F<small>ÄRBERLÄDEN NACH DREI</small> J<small>AHREN</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> מ"ש ימות הגשמים דכי אגר איניש ביתא בימות הגשמים אגר לכולהו ימות הגשמים ימות החמה נמי דכי אגר איניש ביתא לכולהו ימות החמה אגר אלא בימות הגשמים היינו טעמא דלא שכיח ביתא למיגר
4 GEMARA. In der Regenzeit wohldeshalb, weil, wer in der Regenzeit eine Wohnung mietet, sie für die ganze Regenzeit mietet, ebenso mietet man ja auch im Sommer eine Wohnung für den ganzen Sommer!? — Vielmehr, in der Regenzeit aus dem Grunde, weil man in der Regenzeit nicht leicht eine Wohnung zu mieten findet. —
ה אימא סיפא בכרכים אחד ימות החמה ואחד ימות הגשמים שנים עשר חדש ואילו מלו ליה יומי שכירות בימות הגשמים מפיק ליה ואמאי הא לא שכיח ביתא למיגר
5 Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: In Großstädten sowohl im Sommer als auch in der Regenzeit erst nach zwölf Monaten. Wenn nun die Mietszeit in der Regenzeit abläuft, so kann er ihn hinaussetzen; wieso denn, er findet ja keine Wohnung zu mieten!?
ו אמר רב יהודה להודיע קתני וה"ק המשכיר בית לחבירו סתם אין יכול להוציאו בימות הגשמים מחג ועד הפסח אלא א"כ הודיעו שלשים יום מעיקרא
6 R. Jehuda erwiderte: Er lehrt, daß er sie ihm kündigen muß. Er meint es wie folgt: wenn jemand seinem Nächsten ein Haus ohne Vereinbarungvermietet hat, so kann er ihn in der Regenzeit vom [Hütten]feste bis zum Pesahfeste nicht hinaussetzen, es sei denn, daß er es ihm dreißig Tage vorhergekündigt hat.
ז תניא נמי הכי כשאמרו שלשים וכשאמרו שנים עשר חדש לא אמרו אלא להודיעו וכשם שמשכיר צריך להודיע כך שוכר צריך להודיע דאמר ליה אי אודעתן הוה טרחנא ומותיבנא ביה איניש מעליא
7 Ebenso wird auch gelehrt: Wenn sie von dreißig [Tagen] und von zwölf Monaten sprechen, so bezieht sich dies auf die Kündigung; und wie der Vermieter kündigen muß, ebenso muß auch der Mieter kündigen. Denn jener kann zu ihm sagen: wenn du es mir mitgeteilt hättest, so würde ich mich bemüht und einen anständigen Menschen hineingesetzt haben.
ח אמר רב אסי אם נכנס יום אחד בימות הגשמים אינו יכול להוציאו מן החג עד הפסח והא אנן שלשים יום קאמר הכי קאמר אם נכנס יום אחד בימות הגשמים מהני שלשים יום אינו יכול להוציאו מן החג ועד הפסח
8 R. Asi sagte: Wenn nur ein Tag in die Regenzeit hineinragt, so kann er ihn vom [Hütten]feste bis zum Pesahfeste nicht mehr hinaussetzen. — Wir sagten ja: dreißig Tage!? — Er meint es wie folgt: wenn von diesen dreißig Tagen ein Tag in die Regenzeithineinragt, so kann er ihn vom [Hütten]feste bis zum Pesahfeste nicht mehr hinaussetzen.
ט אמר רב הונא ואם בא לרבות בדמיה מרבה א"ל רב נחמן האי לנקטיה בכובסיה דלשבקיה לגלימא לא צריכא דאייקור בתי:
9 R. Hona sagte: Wenn er aber den [Miets]preis steigern will, so darf er dies. R. Naḥman sprach zu ihm: Diesheißt also, jemand am Hodensacke festhalten, damit er sein Gewand zurücklasse!? — In dem Falle, wenn Häuser im Preise gestiegen sind.
י פשיטא נפל ליה ביתא א"ל לא עדיפת מינאי
10 Klar ist es, daß, wenn ihmsein Haus eingestürzt ist, er zu ihm sagen kann: du bist nicht bevorzugter als ich;
יא זבניה או אורתיה או יהביה במתנה א"ל לא עדיפת מגברא דאתית מיניה
11 daß, wenn er esverkauft, vererbt oder geschenkt hat, [der Mieter] sagen kann: du bist nicht bevorzugter als dein Rechtsvorgänger;
יב כלליה לבריה חזינן אי הוה אפשר לאודועיה איבעי ליה לאודועיה ואי לא א"ל לא עדיפת מינאי
12 wenn er seinen Sohn verheiratet, so sehe man: konnte er es ihm mitteilen, so sollte er es ihm mitgeteilt haben, wenn aber nicht, so kann er zu ihm sagen: du bist nicht bevorzugter als ich.
יג ההוא גברא דזבן ארבא דחמרא לא אשכח דוכתא לאותוביה אמר לה לההיא איתתא אית לך דוכתא לאוגרי אמרה ליה לא אזל קדשה יהבה ליה דוכתא לעייליה אזל לביתיה כתב לה גיטא שדר לה אזלא איהי אגרא שקולאי מיניה וביה אפיקתיה ואותביה בשבילא אמר רב הונא בריה דרב יהושע כאשר עשה כן יעשה לו גמולו ישוב בראשו
13 Einst kaufte jemand einen Kahn mit Wein und fand keinen Platz, um ihn unterzubringen. Da fragte er eine Frau, ob sie ihm einen Platz zu vermieten habe; diese erwiderte: nein. Da ging er und traute sie sich an, und sie gab ihm einen Platz, ihn unterzubringen. Hierauf ging er nach Hause, schrieb ihr einen Scheidebrief und sandte ihn ihr. Diese aber mietete sofort Lastträger und ließ [den Wein] hinausbringen und ihn auf die Straße setzen. R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, sagte: Wieer getan hat, so verfahre man mit ihm; die Vergeltung komme über sein Haupt.
יד לא מיבעיא חצר דלא קיימא לאגרא אלא אפילו חצר דקיימא לאגרא אמרה ליה לכ"ע ניחא לי לאוגורי ולך לא ניחא לי דדמית עלי כי אריא ארבא:
14 Selbstverständlichin dem Falle, wenn der Hof nicht zu vermieten ist, aber auch wenn er zu vermieten ist, kann sie zu ihm sagen: jedem anderen will ich ihn vermieten, dir aber will ich ihn nicht vermieten, denn du bist für mich wie ein schleichender Löwe.
טו רשב"ג אומר של נחתומים ושל צבעין שלש שנים: תנא מפני שהקיפן מרובה:
15 R. Š<small>IMO͑N B.</small> G<small>AMLIÉL SAGT, BEI</small> B<small>ÄCKERLÄDEN UND</small> F<small>ÄRBERLÄDEN NACH DREI</small> J<small>AHREN</small>. Es wird gelehrt: Weil sie auf lange Zeit kreditieren.
טז <big><strong>מתני׳</strong></big> המשכיר בית לחבירו המשכיר חייב בדלת בנגר ובמנעול ובכל דבר שמעשה אומן אבל דבר שאינו מעשה אומן השוכר עושהו
16 W<small>ENN JEMAND AN SEINEN</small> N<small>ÄCHSTEN EIN</small> H<small>AUS VERMIETET, SO IST DER</small> V<small>ERMIETER</small> [<small>ZUR</small> A<small>NFERTIGUNG VON</small>] T<small>ÜR</small>, R<small>IEGEL</small>, S<small>CHLOSS UND ALLEM ANDEREN, WAS EINE</small> H<small>ANDWERKERARBEIT IST, VERPFLICHTET; WAS ABER KEINE</small> H<small>ANDWERKERARBEIT IST, MUSS DER</small> M<small>IETER MACHEN</small>.
יז הזבל של בעל הבית ואין לשוכר אלא היוצא מן התנור ומן הכירים בלבד:
17 D<small>ER</small> M<small>IST GEHÖRT DEM</small> H<small>AUSBESITZER, DEM</small> M<small>IETER GEHÖRT NUR DAS, WAS AUS DEM</small> O<small>FEN UND AUS DEM</small> H<small>ERDE KOMMT</small>.
יח <big><strong>גמ׳</strong></big> תנו רבנן המשכיר בית לחבירו משכיר חייב להעמיד לו דלתות לפתוח לו חלונות לחזק לו תקרה לסמוך לו קורה ושוכר חייב לעשות לו סולם לעשות לו מעקה לעשות לו מרזב ולהטיח את גגו
18 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand an seinen Nächsten ein Haus vermietet, so ist der Vermieter verpflichtet, Türen einzusetzen, Fenster zu öffnen, die Tragbalken zu befestigen und Stützbalken zu setzen; der Mieter muß eine Leiter, ein Geländerund eine Dachrinne anfertigen und das Dach ausschmieren.
יט בעו מיניה מרב ששת מזוזה על מי מזוזה האמר רב משרשיא מזוזה חובת הדר היא אלא מקום מזוזה על מי
19 Sie fragten R. Šešeth: Wem obliegt die Pflicht der Mezuza? — Hinsichtlich der Mezuza sagte ja R. Mešaršeja, sie sei Pflicht des Bewohners!? — Vielmehr, wem obliegt der Raumfür die Mezuza?
כ אמר להו רב ששת תניתוה דבר שאין מעשה אומן השוכר עושהו והאי נמי לאו מעשה אומן הוא אפשר הוא
20 R. Šešeth erwiderte ihnen: Ihr habt es gelernt: was aber keine Handwerkerarbeit ist, muß der Mieter machen, und dies ist ebenfalls keine Handwerkerarbeit,